Skip to main content

Reitabzeichen

Die Reitabzeichen 10-6 können in beliebiger Reihenfolge gemacht werden, ab dem RA 5 ist die Reihenfolge vorgeschrieben. Für das absolvieren der Reitabzeichen 5 bis 1 ist man verpflichtet Mitglied in einem Reitverein zu sein. Die Abzeichen sind in 2 bis 3 Disziplinen unterteilt. Zum einen muss ein Dressurteil, ein Spring/Geschicklichkeitsparcours und verschiedene Stationsprüfungen abgeleistet werden. Wird eine Prüfung nicht bestanden, so kann dies nach frühestens 3 Monaten wiederholt werden. Auch gibt es erst ab dem Reitabzeichen 5 Noten für die Teilprüfungen. Um eine Teilprüfung zu bestehen muss mindestens eine Note von 5,0 erreicht werden. Bestanden ist das Reitabzeichen jedoch nur wenn der Durchschnitt aller Teilnoten einer Note von mind. 6,0 entspricht. Wichtig ist auch, das spätestens ab dem Reitabzeichen 5 mit Turnierkleidung geritten werden sollte. Diese entspricht einem dunklen Jackett, einer weißen Reithose, Reitstiefeln oder Reitschuhen mit Chaps, sowie gegebenenfalls auch weiße Handschuhe. Außerdem müssen die Pferde für die Teilnahme am Reitabzeichen mindestens 5 Jahre alt sein und den dementsprechenden Ausbildungsstand für die jeweiligen Reitabzeichen Anforderungen haben. Neu ist auch, das in den Stationsprüfungen das Wissen nicht mehr nur theoretisch abgefragt, sondern in praktischer Anwendung am Pferd verlangt wird. Das heißt also, der Prüfer fragt nicht mehr, wie man z. B. ein Pferd sattelt, sondern er lässt sich das Satteln am Pferd zeigen und erklären. 

Das neue Reitabzeichen 10 (RA 10) hieß bis 2013 Steckenpferd. Im Dressurteil müssen die Teilnehmer an der Longe oder geführt im Schritt und Trab aussitzen und oder leichttraben. Der Springteil fällt bei diesem Abzeichen noch weg, da dieses das kleinste Abzeichen ist was gemacht werden kann. Es gibt jedoch schon 2 Stationsprüfungen zu meistern. Das wären zum einen die Pferdepflege und die Bodenarbeit.

Das nächst größere Abzeichen ist das Reitabzeichen 9 (RA 9), was ehemals das Kleines Hufeisen war. Hier müssen die Teilnehmer bei dem Dressurteil im Schritt, Trab und Galopp in der Gruppe einfache Hufschlagfiguren reiten. Auch hier entfällt der Springteil noch. Auch gibt es hier 3 Stationsprüfungen, in denen die Pferdepflege, die Bodenarbeit und das Pferdeverhalten abgefragt werden. Die Stationsprüfungen finden immer am Objekt (Pferd) statt, da es den trockenen Theorieteil nicht mehr gibt.

Das Reitabzeichen 8 (RA 8) ist neu, denn das gab es früher nicht. Dressurmäßig müssen die Teilnhmer wieder in der Abteilung nach Anweisungen des Ausbilders in allen 3 Gangarten reiten. Hier wird zum ersten Mal ein kleiner Geschicklichkeitsparcours auf dem Außenplatz als Springteil verlangt. Auch die Stationsprüfungen werden hier schon etwas anspruchsvoller. So müssen bei der 1.  Sation Rassen, Farben, Abzeichen und der Körperbau beschrieben und gezeigt werden. Bei der 2.  sollen die Sitzformen, die Hufschlagfiguren und Bahnordnung erkärt und gegebenenfalls auch demonstriert werden. Die 3. und letzte Station ist die Bodenarbeit.

Das ehemalige Großes Hufeisen heißt seit 2013 Reitabzeichen 7 (RA 7). Zum ersten mal muss im Dressurteil eine richtige kleine Dressuraufgabe nach Anweisung des Ausbilders im Dressurviereck in den Grundgangarten sowie im Trab auch ohne Bügel geritten werden. Weiterhin muss im Springteil im leichten Sitz über Bodenricks geritten werden. In den 3 Stationsprüfungen wird 1. das Abteilungsreiten, die Hufschlagfiguren, die Gangarten, 2. die Ethischen Grundsätze, die Sicherheit beim Reiten und als 3. wieder Bodenarbeit behandelt.

Auch das Reitabzeichen 6 (RA 6) gabe es früher nicht wie das RA 8. Hier muss zum ersten Mal eine Dressurreitaufgabe in Anlehnung an die Kl. E auch ohne Bügel in denGrundgangarten geritten werden. Im Springteil wird das reiten eines Springreiterwettbewerb Parcours mit mindestens 4 Hindernissen gefordert. An Stationsprüfungen werden hier in der 1. nur die Pferdehaltung, die Fütterung und die Pferdegesundheit, sowie in der 2. die Bodenarbeit zu bearbeiten.

Der Basispass ist Zulassungsvoraussetzung für alle folgenden Reitabzeichen, wenn nicht die Reitabzeichen 6 und 7 abgelegt wurden, da sie den Basispass ersetzten.

Das ehemalige Deutsche Reitabzeichen der Klasse 4 (DRA Kl. 4) heißt nun seit der Neuerung RA 5. Wer dieses Reitabzeichen besitzt ist berechtigt in der Leistungsklasse 6 zu starten. Das Abzeichen besteht aus einer Dressurreiterprüfung der KL. E, in einer Abteilung von 2 Reitern geritten wird. Des Weiteren muss eine Stilspringprüfung der Kl. E mit mindestens 6 Hindernissen, mit mindestens 1 Kombination und 2 Ochsern geritten werden. Auch kann man Reitabzeichen 5 Disziplinspeziell in Dressur ablegen, was allerdings erst ab 21 Jahren erlaubt ist. In der Dressur muss eine Dressurreiterprüfung der Kl. A einzeln geritten werden. Für den Springteil muss im leichten Sitz über Bodenricks geritten werden. Für das Reitabzeichen 5 Disziplinspeziell im Springen, was auch erst ab 21 Jahren erlaubt ist muss dressurmäßiges Reiten in Anlehnung an die Kl. E erfolgen. Weiterhin muss eine Stilspringprüfung der KL. A* absolviert werden. Die Stationsprüfungen müssen für die disziplinellen Abzeichen gleichermaßen erfolgen wie für das allgemeine RA 5. Zuerst erfolgt ein Prüfungsgespräch zur Praxis. An den weiteren Stationen wird das Thema Reitlehre, Kenntnisse zum Einstieg in den Turniersport, Kenntnisse zur Unfallverhütung und die Bodenarbeit behandelt.

Um in der Leistungsklasse 5 starten zu dürfen muss das Reitabzeichen 4, ehemals Deutsches Reitabzeichen 3 abgfelegt werden. Zum Einen muss eine Dressurreitprüfung der Kl. A einzeln, sowie eine Stilspringprüfung der Kl. A* geritten werden. Alle Stationsprüfungen sind auch für das RA 4D und das RA 4S abzulegen. Ähnlich wie bei dem RA 5 erfolgt zu erst ein Prüfungsgespräch zur Praxis. Anschließend werden die Stationen Reitlehre, Fitness des Reiters und die Grundausrüstung eines Reitpferdes abgenommen. Das disziplinspezielle RA 4 Dressur, verlangt eine Dressurreiterprüfung der Kl. L auf Trense, die einzeln zu reiten ist. Im Springteil wird das reiten im leichten Sitz über Bodenricks gefordert. Für das RA 4 im Springen, wird dressurmäßiges Reiten in Anlehnung an die Kl. A verlangt, sowie eine Stilspringprüfung der Kl. A**.  

Das  Reitabzeichen 3 gab es früher in dieser Form nicht. Auhc mit dem rA 3 ist man berechtigt in der Leistungsklasse 5 zu starten. Die Anforderungen sind hier nur ein kleines bisschen schwerer. So muss wieder eine Dressurreiterprüfung der Kl. L auf Trense einzeln, jedoch eine Stilspringprüfung der Kl. A** geritten werden. Die Stationsprüfungen setzten sich aus einem (auch für RA 3D und RA 3S): 1. Prüfungsgespräch zur Praxis und derReitlehre, sowie dem Verhaltens-/Ehrenkodex im Pferdesport und der Trainingslehre (Kondition, Koordination) zusammen. RA 3D (Dressur) verlangt nur eine Dressurreiterprüfung der Kl. L** auf Trense und die Stationsprüfungen, da der Springteil entfällt. Bei dem RA 3S Springen entfällt die Dressur. Es muss jedoch eine Stilspringprüfung der Kl. L, sowie die Stationsprüfungen abgeleistet werden.

Mit dem Reitabzeichen 2, was auch RA 2 bleibt, ist man berechtigt in der Leistungsklassen 4 anzutreten. Gefordert wird eine Dressurreiterprüfung der Kl. L auf Kandare, sowie eine Stilspringprüfung der Kl. L. Bei den Stationsprüfunegn (auch für RA 2D und RA 2S) wird ein Prüfungsgespräch zur Praxis und Reitlehre geführt. Weiterhin gehört das Verpassen der Ausrüstungsgegenstände (insbes. Gebiss/ Kandare) die Trainingslehre, die funktionale Anatomie und Exterieurlehre zu den Stationen. Wer das RA 2D (Dressur) ablegen will, muss eine Dressurreiterprüfung der Kl. M auf Kandare reiten, der Springteil entfällt. Auch das RA 2S (Springen) kann durch eine Stilspringprüfung der Kl. M** erworben werden, da die Dressur entfällt. Das RA 2D oder RA 2S kann aber auch durch Turniererfolge in der Dressur oder im Springen erworben werden. 

Durch das RA 1, was RA 1 bleibt, bekommt man das Goldene Reitabzeichen, das berechtigt, in der Leistungsklasse 3 zu starten. Einerseits muss eine Dressurreiterprüfung derKl. M auf Kandare, sowie eine Stilspringprüfung der Kl. M* abgeleistet werden. Zu den Stationsprüfungen (auch für RA 2D und RA 2S) gehören ein Prüfungsgespräch zur Praxis und der Reitlehre, sowie die Trainingslehre (Ursache/Wirkung). Das Abzeichen kann jedoch auch durch Turniererfolge erworben werden. bei dem RA 1D (Dressur) wird eine Dressurreiterprüfung der Kl. S* auf Kandare verlangt, das Springen entfällt. Bei dem RA 1S (Springen) entfällt die Dressur, wobei aber eine Stilspringprüfung der Kl. S* geritten werden muss.